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Wurzelspitzenresektion

Bleibt eine Karies im Zahn zu lange unbehandelt, verursachen die Kariesbakterien eine Entzündung der im Zahn befindlichen Nerven. Ist dieser Nerv im Inneren eines Zahnes einmal entzündet, kann sich die Entzündung von der Wurzelspitze des Zahnes aus in den umliegenden Knochen hinein ausdehnen.

Auch bei einer bereits erfolgten Wurzelkanalbehandlung, d.h. nach der Entfernung eines defekten Zahnnervs und dem Verschluss dieses Hohlraumes mit einer Wurzelfüllung, kann manchmal die Verbreitung einer Entzündung nicht verhindert werden. Gerade im Bereich der Wurzelspitze eines Zahnes befinden sich starke Verzweigungen des Zahnnervs, wo sich Bakterien sehr gut vermehren können. Um eine Ausbreitung der Entzündung zu verhindern, kommt die Wurzelspitzenresektion zum Einsatz.

Hierbei wird unter örtlicher Betäubung, Lachgassedierung oder Narkose das Zahnfleisch eröffnet und die befallene Zahnwurzel freigelegt. Mit feinen Fräsen wird die Wurzelspitze abgetrennt und der Rest der Wurzel dicht gefüllt und verschlossen. Danach wird das Zahnfleisch wieder über die Wunde gelegt und mit einer kleinen Naht befestigt.

Acht Tage nach dem Eingriff werden die Fäden wieder entfernt und die Wunde kontrolliert. Nach drei Monaten erfolgt eine Röntgenkontrolle um sicher zu gehen, dass sich der Knochen in diesem Bereich wieder regeneriert hat.


Häufige Fragen zum Thema Wurzelspitzenresektion

Eine Wurzelspitzenresektion (WSR) dauert je nach Anzahl der zu behandelten Wurzelspitzen eines Zahnes, der evtl. notwendigen zusätzlichen Wurzelfüllung auf der Oberfläche der abgetrennten Wurzelspitze (sog. retrograde Wurzelfüllung), einer evtl. notwendigen Entfernung von Entzündungen im Knochen und auch in Abhängigkeit von Knochenaufbaumassnahmen zwischen 15min und ca. 45 min in Händen eines geübten Chirurgen. Eine zusätzliche Sedierung bzw. Narkose kann die Behandlungszeit weiter verkürzen und optimieren.

Wurzelkanalbehandelte Zähne bilden manchmal trotz perfekter Ausführung der Wurzelkanalbehandlung Entzündungen an der Wurzelspitze, welche sich mit Aufbissbeschwerden bis hin zum Eiterausfluss durch Fistelgänge ins Zahnfleisch bemerkbar machen. Oft zeigen sich auch röntgenologische Veränderungen in Form von dunklen Umrandungen der Wurzelspitze eines Zahnes. Für eine optimale Diagnostik empfehlen wir eine strahlungsarme 3D Röntgenaufnahme (DVT). Der Zahnarzt/Oralchirurg stellt die passende Diagnose zur WSR um den Zahn dadurch langfristig zu erhalten. Durch eine begleitende Sedierung oder Narkose kann eine derartige Behandlung vollkommen schmerzfrei und schnell durchgeführt werden.

Eine Krankschreibung und Schonung für ca 3-4 Tage ist sinnvoll. Während dieser Zeit ist mit einer Schwellung der OP Regio zu rechnen. Ruhe, feuchte Kühlung und entzündungshemmende Medikamente sorgen für ein schnelles Abklingen der postoperativen Beschwerden.

Schonen, Anstrengung vermeiden, weiche Kost, die betreffende Stelle kühlen, den Kopf als höchsten Punkt des Körpers halten (nicht hinlegen) und die vom Zahnarzt/Chirurg verschriebene Medikation einnehmen. Das Zahnfleisch an der betreffenden Stelle nicht bürsten sondern mit Munddesinfektion spülen. Im Rahmen unserer umfassenden OP Aufklärung vor eines zu planenden Eingriffs erhalten Sie von uns alle notwendigen Informationen zur Vorbereitung und Nachsorge einer OP. Wir beraten Sie gerne!

Schmerzen können auftreten, sind jedoch mit dem entsprechenden Verhalten (Kühlen, Schonen, Einnahme von verschriebener Schmerzmedikation, Desinfektion) gut selbst beherrschbar und in der Regel innerhalb 2-5 Tagen abgeklungen. Typisch ist das Auftreten einer Schwellung am Folgetag einer OP, welche sich für 3-4 Tage hält und sich dann wieder zurückzieht.

Ca. 2-4 Stunden je nach Dosis und körperlicher Ausgangssituation. Hierbei sollte unterschieden werden ob eine Leitungsanästesie (Betäubung des gesamten Unterkiefernervenastes) oder nur eine Betäubung des Einzelzahns erfolgt ist. Wir empfehlen die rechtzeitige Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten, bevor die Wirkung der Anästhesie abklingt. In der Regel tritt die Wirkung dieser Medikamente nach 20-30min ein und hält je Mageninhalt, körperlicher Verstoffwechslung 5-6Std an.

Im Prinzip ist eine Entzündung an der Wurzel eines Zahnes durch Bakterien innerhalb des Zahnes hervorgerufen. Die Entzündung veranlasst den Körper den befallenen Zahn entfernen zu wollen, damit die in den Körper eindringenden Bakterien sich nicht im gesamten Organismus ausbreiten können. Diese, eigentlich evolutionsbiologisch überlebenswichtige Abwehrreaktion des Immunsystem gilt es zu stoppen. Eine Möglichkeit wäre eine Revision der Wurzelkanalbehandlung mit zusätzlicher medikamentöser Begleittherapie. Zu bedenkten ist, dass diese Behandlungen ausschließlich auf Basis einer Privatkostenrechnung durchgeführt werden dürfen. Alternativ stünde die Extraktion des betreffenden Zahnes als Möglichkeit zur Verfügung. Hierbei ist jedoch zu bedenken, daß die dann entstandene Zahnlücke in der Regel geschlossen werden muß. Entzündliche Prozesse an Zähnen (wie überall im Körper) sind sehr oft nicht mit Schmerzen verbunden. Nachdem wir uns in Bezug auf unser körperliches Wohlbefinden meist nach vorhandenen oder nicht vorhandenen Schmerzen richten, sind diese Entzündungsprozesse oft lange Zeit unerkannt.

Frühestens, wenn das Betäubungsgefühl der lokalen Anästhesie nachlässt. Nach ca. 2-3 Stunden bzw. je nach Dosis des Lokalanästhetikums und körperlicher Konstitution kann wieder weiche Kost zu sich genommen werden. Ein Biss in die Wange bzw. Biss in die Zunge können die Folge einer Nahrungsaufnahme unter noch nicht abgeklungener Betäubung sein. Postoperativ gilt es zu beachten das die Speisen das OP Gebiet möglichst wenig berühren/reizen. Daher empfehlen wir nach einer OP stets weiche Kost für 8 Tage.

Alkohol wirkt gefäßerweitend, was zu Nachblutungen im OP Gebiet führen kann. Daher empfehlen wir ca. eine Woche auf Alkohol zu verzichten. Auch die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten spielt eine Rolle und ist ggf. kontraindiziert.

Auf Kaffee sollte eine Woche verzichtet werden, um eine optimale Wundheilung zu gewährleisten. Das enthaltene Koffein wirkt durch die Erhöhung der Pulsfrequenz durchblutungsfördernd, was zu Nachblutungen führen kann. Die enthaltenen Gerbstoffe und Säuren des Kaffees wirken sich negativ auf die Wundheilung aus.

Der Eingriff kann wiederholt werden, wenn das zu erwartende Ergebnis die Symptome/Beschwerden bessert. Jedoch sollte immer abgewogen werden ob der Zahn noch erhaltungswürdig ist und nicht evtl bessere Alternativen bestehen. Die Ursache für Entzündungen an einem Zahn können nicht nur Bakterien, sondern auch Rißbildungen innerhalb des Zahnes sein. Klinisch und röntgenologisch lassen sich hier leider auch mit den modernsten Methoden unserer Praxis nicht immer die Ursachen zeigen. Spätestens Risse in Zähnen lassen sich mit den heutigen Therapiemaßnahmen der modernen Zahnmedizin nicht beheben. Diese Zähne müssen schnellstmöglich entfernt werden. Sollte nach einer erfolgten Wurzelspitzenresektion also eine erneute Entzündung auftreten, ist auch an mögliche Rißbildungen zu denken. Spätestens nach der zweiten Wurzelspitzenresktion, die kein optimales Ergebnis zeigt empfehlen wir die Entfernung des entsprechenden Zahnes.

Die Entzündung an der Wurzelspitze würde immer größer werden. Problematisch dabei ist, dass die fortschreitende Entzündung den Knochen der um den Zahn liegt immer weiter zerstört und dies in den meisten Fällen unbemerkt, d.h. schmerzlos abläuft. Der Körper würde versuchen den entzündeten Zahn als Fremdkörper abzustossen. Letztlich geht nicht nur der von Bakterien beherdete Zahn, sondern vor allem der umliegende Knochen verloren.

Eine Wurzelspitzenresektion (WSR) dauert je nach Anzahl der zu behandelten Wurzelspitzen eines Zahnes, der evtl. notwendigen zusätzlichen Wurzelfüllung auf der Oberfläche der abgetrennten Wurzelspitze (sog. retrograde Wurzelfüllung), einer evtl. notwendigen Entfernung von Entzündungen im Knochen und auch in Abhängigkeit von Knochenaufbaumassnahmen zwischen 15min und ca. 45 min in Händen eines geübten Chirurgen. Eine zusätzliche Sedierung bzw. Narkose kann die Behandlungszeit weiter verkürzen und optimieren.

Direkt nach dem Eingriff erhalten Sie bereits von unseren Fachkräften eine Kühlkompresse, welche unmittelbar zum Einsatz kommen sollte. Die unmittelbare Kühlung verengt Gefässe und hilft, die Blutung in der OP Regio zu stoppen. Ab dem nächsten Morgen ist mit einer Schwellung der OP Region zu rechnen, welche sich über 2-3 Tage zunehmend entwickeln kann und im gleichen Zeitraum wieder verschwindet. Hier gilt die Grundregel: Solange Sie eine Schwellung bemerken, darf auch gekühlt werden. Dabei ist auf feuchte Kühlung zu achten. Z.B. können Sie iene Kühlkompresse in ein feuchtes Handtuch/Waschlappen einlegen. Niemals blankes Eis und eine vereiste Kühlkompresse direkt auf die Haut geben!